Raubfischangeln in Mecklenburg

Die Mecklenburgische Seenplatte ist ein ausgezeichneter Ort zum Angeln. Großer Beliebtheit erfreut sich die Disziplin des Raubfischangelns von Fischen wie Hecht, Barsch und Zander. Wir erklären Ihnen die Besonderheiten dieser Angelform und nennen Tipps, wie Sie erfolgreich die Raubtiere der See fangen können.

Welche Fische zählen zu den Raubfischen?

Viele Fische ernähren sich von allerlei Pflanzen, Plankton und kleinen Tieren wie Schnecken, Würmern und Insektenlarven. Weil sie keine anderen Fische fressen, werden sie als „Friedfische“ bezeichnet. Raubfische dagegen ernähren sich nicht nur von Krebsen oder kleinen Amphibien: Sie jagen und verzehren auch andere Fische. Häufig sind sie „Lauerjäger“, die sich verstecken und so auf ihre Beute lauern.

Zu den bekannten Raubfischen werden folgende Arten gezählt:

  • Aal: In deutschen Gewässern kommt der Aal in zwei Varianten vor, die sich unterschiedlich ernähren. Der Spitzkopfaal nimmt vorwiegend Krebse und andere wirbellose Tiere zu sich. Der Breitkopfaal ist ein Fischjäger und in seinem Lebensraum auf das Vorkommen kleiner Fische angewiesen. Sein typischer Körperbau ist länglich und ähnelt dem einer Schlange. Männliche Aale werden bis zu 50 Zentimeter lang, weibliche Aale sogar bis zu 1,5 Metern.
  • Barsch: In stehenden oder langsam fließenden Gewässern ist der Barsch zu finden. Vereinzelt kommt er auch im Brackwasser der Ostsee vor. Der Körper des Barsches ist relativ breit und auffallend farbig. Der Flussbarsch und der Zander gehören zur Familie der Barschartigen, die kleineren Arten der Familie sind keine Raubfische.
  • Hecht: Vorsicht ist beim Hecht geboten ― sein Maul zieren ca. 700 scharfe Zähne. Er hat ein oberständiges Maul, das einem Entenschnabel ähnelt, der Körper ist bis dahin langgestreckt und grün-bräunlich gefärbt. Der Fisch des Jahres 2016 wird zwischen 50 und 100 Zentimeter lang und kann über 20 Kilogramm schwer werden.
  • Zander: Er gehört zur Familie der Barschartigen und wird etwa 50 Zentimeter groß, in einzelnen Fällen sogar bis zu 1,30 Meter lang. Er ist damit der größte lebende „Barschartige“, der im Süßwasser Europas lebt. Der längliche Körper des Zanders erstreckt sich bis zum zugespitzten Kopf mit dem tief gespaltenen Maul. Auf dem Rücken grünlich bis grau, ist er auf dem Bauch silberweiß.

Weitere bekannte Arten sind Bachforellen, Regenbogenforellen, Rapfen und Welse.

Hecht schwimmt im See

Vom Jäger zum Gejagten: Raubfischangeln

Der Begriff Raubfischangeln umschreibt die verschiedenen Methoden, Raubfische zu fangen. Für jede Fischart eignet sich eine andere Herangehensweise. Es macht also einen Unterschied, ob man Zander, Hecht oder Barsch angeln möchte. Eine bekannte Angelmethode ist etwa das Spinnfischen.

Spinnfischen

Das Spinnfischen gilt als die Königsdisziplin des Raubfischangelns. Bei dieser Methode kommen nur künstliche Köder zum Einsatz. Ziel des Anglers ist es, mit dem Köder möglichst realistisch einen kleinen Fisch zu imitieren. Durch zuckende Bewegungen soll der flüchtende Köder Aufmerksamkeit bei Hecht, Zander oder Barsch erregen und sie in seine Richtung locken. Der Ausdruck Spinnfischen stammt aus dem Englischen „to spin“, was übersetzt wirbeln oder drehen bedeutet. Irgendwann schnappt der Raubfisch zu ― und an dieser Stelle beginnt der Kampf des Anglers mit seiner Beute.

Diese Methode des Raubfischangelns erfordert viel Übung und Geduld. Dazu kommt es auf das Wetter, die Tiefe des Gewässers und die Art des Gummiköders an. Köder wie Spinner und Wobbler müssen auf Erfolg hin durchprobiert werden. Der Gummiköder wird dabei auf einen Jigkopf gezogen. Spätestens an dieser Stelle sollten sich unerfahrene Angler Rat in Fachgeschäften oder von Profis holen.

Tipps zum Raubfischangeln vom Angelguide

Angeltour mit René Berndt

Ein solcher Profi, der sich an der Mecklenburgischen Seenplatte sehr gut auskennt, ist der Angelguide René Berndt. Er führt seine begeisterten Angelfreunde raus auf die Müritz und viele andere Gewässer der Umgebung.

In unserem Interview mit dem Angelguide können Sie sich ein Bild von ihm machen ― und vielleicht sind Sie ja bei einer seiner kommenden Touren mit dabei! Gewaltige Hechte und Zander sind auch in der Müritz zu fangen ― was nicht zuletzt an der nachhaltigen Fischerei der Müritzfischer liegt.

Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte

Zum Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte benötigen Sie einen Touristen-Fischereischein. Die Raubfische dürfen nicht über das ganze Jahr geangelt werden, aktuell gelten folgende Schonzeiten:

  • Aal: 1. Dezember – 28. Februar
  • Hecht: keine Schonzeit
  • Wels: 1. Mai – 30. Juni
  • Zander: 1. April – 15. Juni

Weitere ausführliche Informationen rund um Schonzeiten, Fischereischein und geführte Angeltouren finden Sie auf unserer Informationsseite Angeln in der Müritz. Petri Heil!

Fotos: ©istockphoto.com/crisod  ©istockphoto.com/creighton359 ©Angeltouren Mirow

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