Mirow – Müritz – Rundtour

Tagestour à la 35 km / 90% Radweg (nicht straßenbegleitend)

Die vielleicht schönste Tagesradtour der Mecklenburgischen Seenplatte, die als volle Runde funktioniert. Es geht entlang von Seen und durch Wald in den Müritz-Nationalpark. Auf halber Strecke winkt ein Bad in der Müritz mit Sandstrand – den Schlusspunkt setzt die romantische Schlossinsel in Mirow. Etwa 90 Prozent der Tour sind auf ausgebauten Radwegen – fernab von Straßen und Autos.

Tour-Etappen:

Routenpunkte:

  • Ferienpark Mirow (Shop, Restaurant, Imbiss, Radverleih)
  • 6 km:  Rastplatz am Wasser “Paddel-Paul” in Zietlitz (Imbiss)
  • 9 km: Adler-Beobachtungsplattform hinter Zartwitz/Boeker Fischteiche
  • 11 km: Älteste Ulme Meckleburgs bei Amalienhof
  • 17 km: Fischers Land Boek (Imbiss/Restaurant der Müritzfischer)
  • 22 km: Müritz-Strand im Ferienpark Müritz (Imbiss/Shop)
  • 23 km: Luftfahrttechnisches Museum in Rechlin-Nord (Bistro)
  • 25 km: Imbiss „Trafostation“ in Rechlin
  • 27 km: Seebrücke Rechlin (2 Supermärkte, Bäcker etc.)
  • 32 km: Lärz mit Lindenkrug und hirtorischer Dorfkirche

Abschnitt 1: Ferienpark Mirow bis Zietlitz [6 km]

Fahrradstraße durch den Mirower Forst

Der Ferienpark Mirow im Mirower Ortsteil Granzow bietet alles, was ein Feriendorf braucht. Inklusive Radverleih der Fahrradstation Granzow. Direkt am Radweg durch das Dorf liegt das kleine Café und Restaurant „Dat Pfannkuchenhaus“ mit Terrasse, direkt daneben ein Minimarkt für Snacks und Getränke.

Nach Norden führt eine Fahrradstraße nach Schillersdorf durch den Mirower Forst. Schnurgerade zwar aber voll erholsamer Waldluft – für Autoverkehr ist hier die Durchfahrt (bis auf wenige Anlieger) verboten. Die Straße führt vorbei an der idyllischen Gemarkung Schillersdorf Teerofen (einstige Teerproduktionsstätte) sowie am Wanderwegabzweig zum Arboretum Erbsland – einem historischen forstbotanischen Garten mit etwa 80 Baumarten aus aller Welt – angelegt zum Ende des 19. Jhs. Das Erbsland ist über den ausgeschilderten Abzweig etwa noch 1,2 km entfernt. Eine Besichtigung ist kostenfrei und dürfte ohne zusätzliche Fahrtstrecke (2,5 km) etwa 30 Minuten dauern.

Nach etwa 5 Kilometern wird eine Kreuzung erreicht. Nach links abbiegen nach Zietlitz. Etwa ein Kilometer weiter wird der Leppinsee und das Caping- und Laubenpieperdorf Zietlitz erreicht. Der Imbiss von Paddel-Paul liegt am Dampfersteg der Blau-Weißen-Flotte, die von hier bis nach Mirow fährt und auch Fahrräder mit an Bord nimmt.

 

Abschnitt 2: Zietlitz bis Fischer’s Land Boek [11 km]

Radstrecke durch den Müritz-Nationalpark

Der kleine Wasserwanderrastplatz an der Zietlitzer Kanustation von „Paddel Paul“ wird mit einem Imbiss versorgt. Vor allem Kanufahrer machen hier Rast. Es gibt einen kleinen Steg, eine Badestelle und Sitzgelegenheiten.

 

Paddel Paul – Wasserwanderrastplatz Zietlitz mit Imbiss

Von April bis Oktober: täglich 10 – 18 Uhr

 

Für den nächsten Abschnitt muss nun etwa einen Kilometer zurückgeradelt werden zur Kreuzung Granzow (links), Schillersdorf (geradeaus), Müritz-Nationalpark (rechts). Hier biegt die Tour nach rechts ab. Nach kurzer Strecke erreicht der Weg den Schlagbaum zum Müritz-Nationalpark. Ab hier wird die Natur noch ein Stück wilder. Nach gut einem Kilometer wird der Betonplattenweg zwischen Zartwitz und Babke erreicht – es muss nach links in Richtung Zartwitz geradelt werden. Zartwitz ist eine kleine Streusiedlung ohne Gastronomie. Hinter dem Ortsausgang erstrecken sich auf der linken Seite schon die Boeker Fischteiche. Nach etwa 500 Metern gibt es eine begehbare Beobachtungsplattform. Von hier aus lassen sich Greifvögel bei der Jagd an den Fischteichen beobachten. Kurz hinter dem Beobachtungsstand teilt sich der Weg. Gerade aus geht es zum Zartwitzer Kreuz, einem Verkehrsknotenpunkt im Müritz-Nationalpark – diese Tour führt jedoch nach links auf einem schmalen Waldweg, später Forstweg, entlang der Fischteiche. Nach einem Kilometer steht mitten im Kiefernwald auf einer unwirklich anmutenden Binnendüne eine uralte Flatter-Ulme – sie ist im Umfang des Stammes 6,72 Meter breit und soll etwa 350 Jahre alt sein – damit wäre sie die wohl älteste in Mecklenburg-Vorpommern.
Im weiteren Verlauf passiert der Forstweg die Gemarkung Amlienhof, ein halbes Dutzend Häuser – ohne Gastronomie. Etwa einen Kilometer hinter Amalienhof wird eine asphaltierte Straße erreicht., die wenig später nach rechts abknickt in Richtung Boek. Sie können dieser Straße bis zum Nationalparkdorf mit Gutshaus, Restaurants und Café folgen – oder in der Kurve nach Boek einfach geradeaus fahren (Sie sparen sich so etwa vier Kilometer und kehren stattdessen zum Beispiel bei den Müritzfischern ein). Dafür radeln Sie also weiter, bis die Piste auf den straßenbegleitenden Radweg der Landstraße Rechlin – Boek trifft. Hier biegen Sie nach links ij Richtung Boek ab. Nach kurzem Pedallritt ist der Ortsteil Boeker Mühle und der Fischereihof der Müritzfischer – das Fischer’s Land Boek – erreicht.

 

 

Abschnitt 3: Fischer’s Land Boek bis Ferienpark Müritz [5 km]

Mit dem Rad zum Müritzfischer und zum Müritzstrand

Das Fischer’s Land Boek ist ein traditioneller Fischereihof der Müritzfischer. Hier werden die Boeker Fischteiche bewirtschaftet – vor allem mit der Aufzucht von Stoer, Karpfen, Forellen und Saibling. Inmitten der Teichlandschaft gibt es ein Rotundenbau und Terrasse. Hier bieten die Müritzfischer ihre einzigartigen Fischbrötchen und weitere Spezialitäten aus Reusen und Netzen an. Übrigens kann man an den Teichen auch wunderbar angeln – Angelkarten gibt es direkt vor Ort.

Fischer’s Land Boek hat geöffnet:

Ostern bis Juni: Mo – Fr 10 – 15 Uhr; Sa/So: 10 – 17 Uhr

Juli bis 8. September:  täglich 10 – 18 Uhr

  1. – 30. September: täglich 10 – 16 Uhr

Oktober: täglich 10 – 15 Uhr

 

Auf dem Gelände des Fischer’s Land Boek gibt es auch einen Spielplatz und Informationstafel zur Teichwirtschaft und heimischen Fischfauna.

Zurück auf dem Radweg entlang der Straße in Richtung Rechlin wird zunächst der Boplter Kanal mit der Bolter Schleuse überquert. Hier kommen die Paddler der „Alten Fahrt“ entlang, die die Müritz und Mirow verbindet. Nach etwa 3,5 Kilometern kommt eine Kreuzung. Hier in die Straße zum Hafendorf Müritz / Ferienpark Müritz nach rechts einbiegen und der weiteren Ausschilderung zum Ferienpark Müritz folgen.
Eine Müritz-Uferpromenade, eine Seebrücke und der Müritzplatz mit saisonalem Imbissangebote bilden die Wasserkante im Ferienpark Müritz mit maritimen Appartementhäusern und Ferienhäusern im skandinavischen Stil. Dort befindet sich auch der frei zugängliche Sandstrand der Müritz mit Weitblick über die gesamte Länge der Müritz – beinahe 20 Kilometer.

Wer hier eine Bade- oder Sonnenpause einlegen möchte, kann sich auch im kleinen Shop der Rezeption mit Eis, Snacks und Getränken versorgen. In der Nachbarschaft liegt im Yachthafen des Hafendorfes das Restaurant „Captain’s Inn“.

Vom Yachthafen aus führt ein Radweg entlang des Seeufers zum Luftfahrttechnischen Museum, das nur 400 Meter entfernt liegt. Ein Besuch lohnt sich vor allem für historisch und technisch Interessierte.

Abschnitt 4: Ferienpark Müritz bis Rechlin [3 km]

Über das Flugzeug-Museum zur Seebrücke von Rechlin

Das Luftfahrttechnische Museum zeigt die Geschichte der Erprobungsstelle der deutschen Luftwaffe in den 30er Jahren bis 1945 sowie die anschließende Verwendung der Flugplätze und ehemaligen Werkstätten für die Rote (Sowjetische) Armee bis 1993. Auch dem Schiffbau sind Exponate gewidmet, denn nach 1945 wurden hier bis in die 90er Jahre hinein Boote gebaut – die Rechliner Volkswerft. Glanzstück der Ausstellung sind neben den Geländemodellen die verschiedenen Flugzeuge im Original. Vom abgestürzten Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu den Überschall-Jägern der MiG.

Luftfahrttechnisches Museum Rechlin-Nord
April – Oktober: täglich 10 – 17 Uhr
Februar bis März: Mo – Do 10 – 16 Uhr, Fr 10 – 15 Uhr
Eintritt: Erwachsene 8,00 Euro; Kinder 3,00 Euro

Auf dem Vorplatz des Museums befindet sich ein Straßenkreisel mit Flieger-Installation. Von hier führt ein Radweg nach Rechlin. Auf der rechten Seite schlummern die Ruinen der einstigen Kasernenstadt der sowjetischen Soldaten und Offiziere.

Am Ortseingang von Rechlin lädt der Imbiss Trafo-Station zur Einkehr. In dem ehemaligen Stromverteilerhaus wird heute gebrutzelt und frittiert oder auch ein frisches Radler gezapft.

Immer gerade verläuft der Radweg auf den Rechliner Ortsstraßen, vorbei an der Touristinformation, dem Camping- und Anglerkaufhaus Stolzenburg und einem Netto-Discounter (schwarz) mit Bäcker auf der Müritzstraße.

Nach rechts gibt es Querstraßen, die zur Fritz-Reuter-Straße am Hafen führen. Hier gibt es zwei Restaurants, eine Badestelle und die Rechliner Seebrücke. Das Gewässer nennt sich die Kleine Müritz.

 

Abschnitt 5: Ferienpark Müritz bis Rechlin [3 km]

Von Rechlin vorbei am Fusion-Festival-Gelände bis Lärz

Zurück auf der Müritzstraße – der Hauptstraße von Rechlin – soll die Fahrt weiter in Richtung Süden nach Lärz fortgesetzt werden. Auf Höhe eines weiteren Netto-Marktes (rot) nach links in die Ahornstraße einbiegen. Am Ende der Ahornstraße erreichen Sie den Radweg, derSie über Lärz bis Mirow begleiten wird. Er verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse und wird deshalb nur ein kurzes Stück direkt an der Landstraße entlang führen. Sie unterqueren kurz hinter Rechlin die Bundesstraße 198 und gelangen nach etwa 2 Kilometern zum Flugplatz Rechlin.

Einst war das Areal der Flugplatz der sowjetischen Luftstreitkräfte mit Jägern, Bombern und Hubschraubern. Nach dem Abzug der Armee wurde der Flugplatz wieder für zivile Luftfahrt genutzt und das Fusion-Festival hat hier zwischen den einstigen Hangars sein eigenes Gelände, das dem Verein Kulturkosmos gehört. Jährlich am letzten Juni-Wochenende kommen hier etwa 70.000 Menschen für die sogenannte „Fusion“ zusammen, die mehr als nur ein Musikfestival für elektronische Musik ist. Die Besucher und Macher sprechen von einem Platz und einem Zeitfenster für „Ferienkommunismus“. Es spiegelt das zeitgenössische Spektrum alternativer Kultur in Spektakel und Event, Community und Happening, mit gesellschaftskritischen Statements und hedonistischem Savoir-vivre.

Etwas weiter führt das Radweg über den Müritz-Havel-Kanal und dann ist schon das Dorf Lärz erreicht. Hier gibt es eine Schankwirtschaft mit Biergarten (Lindenkrug) sowie eine sehr sehenswerte Dorfkirche.

 

Abschnitt 6: Lärz bis Mirow [3 km]

Durch die Felder bis zur Schlossinsel Mirow

Biegen Sie etwa 150 Meter hinter der Dorfkirche in Lärz rechts auf die Straße nach Krümmel ab. Am Ortsausgang kreuzt der Radweg Mirow – Rechlin die Straße. Biegen Sie auf diesen nach links ein und radeln Sie weiter bis nach Mirow. Der asphaltierte Radweg führt entlang auf der alten Eisenbahntrasse durch die Felder.

Am Rande von Mirow trifft der Radweg auf die Landstraße Mirow – Starsow / Schwarz. Biegen Sie nach links und fahren Sie weiter bis zur Schleuse Mirow. Von der Schleusenbrücke aus können Sie das Treiben in und vor der Schleuse gut beobachten.

Fahren Sie an der nachfolgenden Ampelkreuzung geradeaus in die Straße „Mühlendamm“ – eine PKW-freie Kopfsteinpflasterstraße, die Sie bis zur Brücke bringt, die Sie nach Mirow hinüberführt.

Von der Brücke aus erhalten Sie bereits einen exzellenten Blick auf den Mirower See, die Schlossinsel und die gegenüberliegenden berühmten bunten Bootshäuser von Mirow.

Oberhalb der Brücke liegt der Fischereihof von Mirow. Hier gibt es lokale Fischspezialitäten wie Brathecht und eingelegten Maräne – jedoch auch frischen Räucherfisch und alles, was die Mirower Fischer aus Reusen und Netzen holen.

 

Fischereihof Mirow mit Imbiss und Biergarten am Wasser

Mai – September: täglich 10 – 19 Uhr

Juni – August: täglich 10 bis 20 Uhr

Oktober bis April: täglich 10 – 18 Uhr

 

Wenn Sie hinter der Brücke die Mühlenstraße weiterfahren (Radweg wird zu Fußgängerweg), erreichen Sie nach 250 Metern die sogenannte Mirower Schulkurve. Das große Gebäude in dieser Kurve ist das Untere Schloss – das frühere Gymnasium von Mirow. In diesem Hause wurde Sophie-Charlotte geboren – eine spätere Königin von England. Nach links führt die Rotdornstraße zum Anleger der Blau-Weißen Flotte, etwas weiter führt eine Pflasterstraße über den Schlossgraben zum hostorischen Torhaus und auf die Schlossinsel von Mirow.

 

Abschnitt 7: Mirow bis Granzow / Ferienpark Mirow [4 km]

Am Mirower Seeufer entlang bis Granzow

Die Schlossinsel von Mirow ist ein historisches Ensemble aus kleinem Barockschloss, 3-Königinnen-Palais mit Tourist-Information und Palais-Café (ehemaliges Kavalierhaus), Remise, Johanniterkirche und Fürstengruft, Schlossbrauerei (Restaurant) und Schlosspark mit romantischer Liebesinsel.

 

Schloss Mirow

Mai – August: täglich 10 – 18 Uhr

September: Di – So, 10 – 18 Uhr

Oktober: Di – So, 10 – 17 Uhr

November bis Februar: nach Voranmeldung

Telefon:  03 98 33 / 27 51 18 76 64

Eintritt: 6,00 Euro            Unter 18 Jahre: kostenfrei

 

3-Königinnen-Palais & Palais-Café

April – Oktober: täglich 10 – 18 Uhr

November – März: Fr – Mo 10 – 16 Uhr

Ausstellung zu Mecklenburg-Strelitz und den 3 Königinnen:

Erwachsene: 5,00 Euro /  Kinder: 2,00 Euro

 

Johanniterkirche mit Turmaufstieg und Fürstengruft

Mai – 17. Oktober: täglich 10 – 18 Uhr

  1. – 31. Oktober: täglich 11 – 17 Uhr

Erlebniskirchturm mit Joahnnitermuseum und Aussichtplattform:

Erwachsene: 3,00 Euro / Kinder (6-18): 1,50 Euro

 

Nach dem Schlossinselbesuch führt direkt hinter der Schlossgrabenbrücke lins ein Fuß- und Radweg zwischen Heckenreihen am Ufer des Mirower Sees entlang. Biegen Sie also in diesen Weg ein. Nach etwa 400 Metern gelangen Sie auf die Strandstraße (ohne Radweg). Folgen Sie dieser bis zum Ende – auch wenn diese nach rechts hin vom See weg abbiegt. Am Ende der Strandstraße treffen Sie auf die Granzower Straße, die parallel von einem Radweg begleitet wird. Biegen Sie nach links auf diesen Weg und folgen Sie ihm zwei Kilometer bis zur Einfahrt nach Granzow, in den Ferienpark Mirow. Hier schließt sich der Kreis dieser Tagesradtour.

Ferienpark Müritz – Milli Badestelle

Radtour nach Röbel / Zurück mit dem Schiff

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