Ivenacker Eichen – die Tausendjährigen Eichen

Bei den Ivenacker Eichen handelt es sich um ungewöhnlich alte Eichen in der Gemeinde Ivenack. Sie werden auch „Tausendjährige Eichen“ genannt, da die Bäume zwischen 500 und 1000 Jahre alt sind. Einzelne Exemplare thronen mehr als 30 Meter hoch über den Köpfen der Besucher. Im Jahr 2016 wurde mit dem Bau eines Baumkronenpfades begonnen, der den Touristen die Aussicht aus der Höhe der Baumwipfel ermöglichen soll.

Biblisches Alter, massige Stämme und hohe Wipfel

Die Ivenacker Eichen befinden sich in Ivenack an der Mecklenburgischen Seenplatte, in der Nähe der Kleinstadt Stavenhagen. Es gibt eine Reihe beeindruckender Fakten rund um die uralten Stieleichen. Unter ihnen befinden sich Exemplare, die aufgrund ihres Alters, ihrer Höhe oder des Umfang ihres Stammes einzigartig in Deutschland oder gar Europa sind.

Eine der Stieleichen ist in mehrerer Hinsicht imposant:

  • Alter: über 1.000 Jahre (bei Messungen der Jahresringe bestätigt). In ganz Europa zählt sie damit zu den ältesten Eichen.
  • Umfang des Stammes: 11 Meter
  • Höhe: 35,5 Meter
  • Holzmasse: 180 Kubikmeter. Das Exemplar ist damit die Eiche mit der größten Masse an Holz in ganz Europa. Um sie zu umfassen braucht es 12 Erwachsene.

Ein Tiergarten als Heimstatt uralter Eichen

Damhirsch im Tiergarten

Die „Ivenacker Eichen“ sind die Attraktion eines Tiergartens in Ivenack nahe Stavenhagen. Die dort beheimateten Eichen zählen mit einem Alter von teils über 1000 Jahren zu den ältesten Bäumen Europas. Zugleich sind sie auch der Namensgeber für den gleichnamigen Tiergarten, der Lebensraum für Damwild bietet. Es gibt ein großes Wildgehege, auf dem das Damwild umherstreift und nach Nahrung sucht. Besucher können sich besonders auf Winter und Frühling freuen, da die Tiere in dieser Zeit häufig zusätzlich gefüttert werden und sich dazu an zentralen Futterstellen sammeln.

Inmitten des Tiergartens befindet sich zudem ein Barockpavillon, der eine interaktive Ausstellung beherbergt. Hier können sich Kinder und Erwachsene über Naturschutz, Tiere wie Wölfe und Hirsche sowie ausgiebig über die uralten Eichen von Ivenack informieren.

Preise und Öffnungszeiten

Öffnungszeiten:

  • Der Tiergarten mitsamt der Ivenacker Eichen ist rund um die Uhr geöffnet
  • Die Dauerausstellung im Barockpavillon ist geöffnet vom 01. April bis 31. Oktober (täglich von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr)

Eintrittspreise:

  • Erwachsene 4,00 €
  • Kinder (ab 12 Jahren) 2,00 €
  • Der Eintritt für Kinder bis 12 Jahren ist frei
  • Jahreskarte 8,00 €

Anfahrt von unseren Ferienparks:

Adresse:

  • Tiergarten 1
  • 17153 Ivenack
  • Telefon: 039954 / 21 631

Geschichten und Sagen rund um die Ivenacker Eichen

Schneebedeckte Eichen

Die Geschichte der Ivenacker Eichen beginnt tatsächlich bereits um das Jahr 1000 nach Christus. Zu dieser Zeit wurde das Gebiet, auf dem heute die Eichen stehen, von Slawen bewohnt. Der Stamm der „Wilzen“ trieb damals sein Vieh durch die Wälder: Rinder, Pferde und Schafe suchten sich dort ihre Nahrung. Die Pflanzung der Eichen stammt aus dieser mittelalterlichen Zeit. Die Bäume sind also keine Reste ehemaliger Urwälder sondern entstammen der mittelalterlichen Landnutzungsform des Hudewaldes.

Rund um Bäume solch gewaltigen Ausmaßes und Alter ranken sich auch einige Sagen und Geschichten. Am bekanntesten ist die Erzählung von den sieben Nonnen. So sollen diese Nonnen des Klosters Ivenack ihr Gelübde gebrochen haben und zur Strafe in Eichen verwandelt worden sein. 1000 Jahre sollte es andauern, bis die erste Nonne erlöst würde und damit auch die erste Eiche abstirbt. Danach sollte die Erlösung der nächsten Nonne bzw. des nächsten Baumes alle 100 Jahre erfolgen.

Aktuell: Naturmonument und Baumkronenpfad

Im August 2016 wurden die Ivenacker Eichen als erstes Nationales Naturmonument Deutschlands ausgezeichnet. Gewählt werden nur Gebiete, die kulturell oder naturgeschichtlich von herausragender Bedeutung sind – hier zeigt sich die bundesweite Bedeutung dieser Bäume an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Zugleich wurde 2016 mit dem Bau eines Baumkronenpfades begonnen. Landesumweltminister Till Backhaus startete das Projekt mit dem symbolischen Spatenstich. Der Pfad soll 440 Meter lang werden und auf eine Höhe von 15 Metern führen. Erreichbar ist dieser per Aufzug, Treppe und einem langen Steg, um auch Rollstuhlfahrern Zutritt zu gewähren. Den höchsten Punkt soll eine Aussichtsplattform in 35 Metern Höhe darstellen.

Fotos: ©Fotolia/Martin Schlecht ©istock.com/Roland Magnusson

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