Rohrdommelweg – Wanderung 3km

Länge: 3 km
Wegbeschaffenheit: Waldweg
Schwierigkeitsgrad: leicht
Einkehrmöglichkeiten: Blankenförde

Der mit einer roten Rohrdommel ausgeschilderte Wanderweg umrundet ein renaturiertes Feuchtgebiet am Havelbach. Ein Moorsteg führt durch eine pure, schöne Landschaft mit weiten Schilfgürteln – dem Lebensraum des gleichnamigen Vogels. Die unverkennbaren Balzrufe sind besonders im Monat Mai zu hören. Ihr Urlaub an der Müritz wird damit unvergesslich.

Start der Tour

Die kurze, aber abwechslungsreiche Wanderung durch den Nationalpark startet in Blankenförde. Der 12,5 km von Granzow entfernte Ort ist am besten mit dem Auto über die Straße Roggentin/Neustrelitz erreichbar. In Blankenförde gibt es einen Abzweig nach Babke. Circa 1 km später liegt nördlich der Straße ein Parkplatz. Von dort startet die Tour.

Die Wegauszeichung

Das rote Rohrdommelsymbol weist den Weg. Dieser führt zuerst durch ein Waldstück, später auch am Ufer des Madensees entlang sowie durch Feuchtwiesen. Seit 2004 wird das einst trocken gelegte Gebiet renaturiert. Dafür wurden Entwässerungsgräben zugeschüttet und der Havelbach wieder in sein altes Bett umgeleitet. Die Maßnahmen führten rasch zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels. Wodurch sich Moore und Bruchwälder mit seltener Vegetation bildeten. Die sehr scheue, circa 70 cm hohe Rohrdommel ist fast nie zu sehen, nur ihre dumpfen Laute sind zu hören.

Die Rohrdommel

Ihr bräunlich gechecktes Gefieder wirkt wie ein Tarnkleid und lässt ihre Konturen im Schilf verschwimmen. Die Rohrdommel steht auf der Liste, der vom Aussterben bedrohten Arten. Größere Vorkommen in Deutschland sind nur noch in der Mecklenburgischen Seenplatte anzutreffen. Da der Vogel extrem störempfindlich ist, sollte man sich ruhig verhalten und die Wege nicht verlassen.

Der Havelstein

Bevor der Rundweg den Havelbach überquert, führt ein Moorsteg über das sumpfige Gebiet. Der Havelstein ist ein Findling, der anlässlich der Renaturierung am Havelbach aufgestellt wurde. Der Weg verläuft anschließend durch ein kurzes Waldstück und mündet dann auf die Straße. Einige Meter weiter östlich, Richtung Blankenförde befindet sich der Parkplatz, wo die Tour startete.

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