Radrundtour: Rechlin-Schwarzenhof-Waren

Länge: Hauptrundtour: 36 km

Erweiterung bis Schwarzenhof – Waren: zusätzl. 20 km/Strecke
One Way (Rück-/Hinfahrt per Schiff/Bus): Rechlin – Speck – Waren: 35 km
One Way (Rück-/Hinfahrt per Schiff/Bus): Rechlin – Schwarzenhof – Waren: 30 km
Info: Nationalparkbus/Schiff Ende April – Anfang Oktober, letztes Schiff ab Waren 15.30 Uhr, letzter Bus ab Waren 16.30 Uhr www.nationalparkticket.de, www.mueritzschiffahrt.de
Wegbeschaffenheit: Radweg, Waldweg
Schwierigkeitsgrad: mittel
Aktivitäten für Kinder: Fischlehrpfad Bolter Schleuse, Wildpark Boek
Einkehrmöglichkeiten: Boek, Schwarzenhof (Federow, Waren)

Rechlin – Boek – Käflingsbergturm – Speck – Schwarzenhof – Boek- Rechlin // Erweiterung Schwarzenhof – Waren // Rücktour per Bus oder Schiff

Die Radtour verläuft auf guten Wegen die meiste Zeit durch den Müritz Nationalpark. Es gibt viele Aussichts- und Beobachtungspunkte für die artenreiche Vogelwelt. Der 31 Meter hohe Käflingsbergturm gewährt einen weiten Blick in die Landschaft. Die Tour kann nach Waren erweitert werden und mit dem Nationalparkbus oder Dampfer zurück nach Rechlin kombiniert werden.

Etappe 1:

Vom Hafendorf Müritz geht es zur Hauptstraße Richtung Boek. Diese wird von einem Fahrradweg flankiert. Nach circa 4,5 km liegt an der rechten Seite eine ehemalige Wassermühle: Die „Bolter Mühle“ wurde zu einem Restaurant mit einem guten Speisen- und Getränkeangebot ausgebaut. Kurz dahinter schließen die Fischteiche der Müritzfischer an. Ein Fischlehrpfad vermittelt Wissenswertes über heimische Fische. Im Bruthaus kann man die Fischer bei der Arbeit und Aufzucht beobachten.
Der Radweg führt weiter bis Boek. Im Ort verläuft die Hauptstraße zwischen einem recht schönen Spielplatz an der linken und dem alten Gutshaus – heute Nationalpark-Information (Mai-Okt., www.mueritz-nationalpark.de) – an der rechten Seite entlang. Anschließend passiert man die Kirche und fährt vor bis zum Waldrand. Dort weist ein Schild auf den Abzweig zum Wildpark hin. Dieser kann allerdings nur im Rahmen einer Kremserfahrt, die in Boek startet, besichtigt werden. Die mehrmals am Tag stattfindende Fahrt inkl. Führung dauert circa 1,5 Stunden. Zu sehen gibt es Rot- und Dammwild sowie Mufflons.
Der nächste Abzweig nach rechts ist der Müritz Nationalparkweg Richtung Speck. Der Waldweg erreicht nach circa 3 km das Südufer des Priesterbäker Sees. Der jetzt gute Fahrradweg biegt leicht nach Norden ab und schlängelt sich durch lichten Wald. Nach circa 1 km trifft der Weg auf eine Straße, die nur vom Nationalparkbus und den Anwohnern befahren werden darf. Die Zufahrt ist durch eine Schranke geregelt. Parallel zur Fahrbahn verläuft ein Fußweg.
Circa 1 km weiter gibt es rechts (Osten) einen Abzweig zum Käflingsbergturm. Der Hügel erreicht eine Höhe von 100 m über Normalnull. Die Müritz befindet sich auf 69 m über Normalnull. Der Turm mit einer Gesamthöhe von 55 m und seiner Aussichtsplattform auf 31 m Höhe gewährt einen weiten Blick über die Seen und das dichte Waldgebiet.
Wieder unten angekommen, kann man die Tour auf der Straße fortsetzen oder leicht links in einen schöneren Fußweg einbiegen. Dieser führt zu einem sonnig und ruhig liegenden Moorsteg im Priesterbäker See und anschließend über einen Feld- und Waldweg wieder zur Hauptstraße.
Speck ist ein ruhiger Ort mit einer sehenswerten Kirche und einer 800-jährigen Sommerlinde. Zur Fortsetzung der Tour besteht die Möglichkeit, auf dem Fahrradweg neben der Hauptstraße bis nach Schwarzenhof zu fahren oder am Ortsausgang den etwas unwegsameren, links abzweigenden Müritzweg (M-Markierung) einzuschlagen, der an einer Kuhweide entlang läuft. Nach circa 2 km biegt der Weg rechts in ein Waldstück ab und führt an einem idyllischen Wasserlauf entlang, bevor er wieder auf die Hauptstraße trifft. Dort angekommen, biegt man links auf dem Fahrradweg direkt nach Schwarzenhof ab.

Etappe 2a:

Am Ortseingang zweigt hinter der Kurve gleich links der Müritz-Radrundweg Richtung Boek ab. Anfangs schlängelt sich der Weg durch ein Waldgebiet, später durch ein wunderschönes Teilstück des Nationalparks: eine Naturidylle aus Schilf, Moor und Feuchtwiesen. Zahlreiche Wasservögel haben hier ihre Brutplätze. Das Geschrei von Kranichen begleitet besonders im Frühjahr und Herbst die Tour. Auch das unverkennbare Geräusch der Rohrdommeln – so als würde jemand in eine leere Flasche pusten – ist zwischen dem ganzen Gezwitscher gut erkennbar. Von den zwei Aussichtstürmen auf dem Weg, lassen sich die Vögel noch besser beobachten.
Nach circa 4 km erreicht der Weg ein Waldgebiet. An der nächsten Wegkreuzung gibt es rechts einen Abzweig zur Aussichtsplattform Boeker Sender. Von dort erschließt sich ein herrlicher Blick fast über die gesamte Müritz. Schloss Klink am Westufer ist bei klarer Sicht gut erkennbar. Anschließend verläuft der Weg weiter nach Süden Richtung Boek und trifft wieder auf den Weg der Hinfahrt. Über den Fahrradweg, vorbei an der Bolter Mühle gelangt man nach Rechlin-Nord.

Etappe 2b:

Wer in Schwarzenhof nicht abbiegt, sondern auf dem Fahrradweg bleibt und den Ort durchquert gelangt über Federow nach Waren. Zuerst säumt Wald den Weg. Anschließend öffnet sich auf der Südseite ein freies Feld. Circa 500 m später steht auf der Südseite eine Schutzwand. Wer hindurchblickt, sieht auf dem Hochspannungsmasten einen Fischadlerhorst.

Eslohnt ein Abstecher in den Ort Federow, wo es mehrere gastronomische Einrichtungen, die Nationalpark-Information sowie einer Hörspielkirche gibt. Um den Weg nach Waren einzuschlagen, muss man wieder zum Ortsausgang Richtung Süden fahren. An der bereits passierten Kurve biegt der Fahrradweg nach Westen ab. Er durchquert eine weite Feldlandschaft, bevor er wieder in einen Wald einbiegt. Es geht immer geradeaus. Am Abzweig zum Müritzhof, führt der Weg nach Norden (rechts) nach Waren. Er passiert stellenweise das Ufer des Feisnecksees, später eine Siedlung und anschließend das Südufer der Binnenmüritz. Der Weg nach Norden führt direkt zum Hafen und in die Altstadt von Waren.

Für die Rücktour fährt man entweder den gleichen Weg bis Schwarzenhof zurück und folgt anschließend der Etappe 2a oder man nutzt das Schiff oder den Nationalparkbus bis nach Rechlin. Doch hier bitte auf die Saison- und Abfahrtzeiten achten. Das letzte Schiff fährt bereits um 15.30 Uhr aus Waren los, der letzte Bus um 16.30 Uhr. Um zeitlich flexibler zu sein, könnte man in Rechlin mit dem Schiff starten und dann von Waren aus mit dem Fahrrad nach Rechlin fahren.

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