Die Leoniden 2017 – Sternschnuppen über Mecklenburg

Endlose Weiten, ein funkelnder Sternenhimmel und ein Regen aus Sternschnuppen: im November können Sie wieder das Schauspiel der „Leoniden“ bestaunen. Besonders in der Nacht vom 17. auf den 18. November sind viele Sternschnuppen am Himmel erkennbar. In der Nähe der Ferienparks haben Sie einen hervorragenden Blick auf das Naturschauspiel. Wir erklären Ihnen, was in Nächten wie diesen passiert und wo Sie den besten Ausblick haben. 

Sternschnuppen über der Müritz

Normalerweise lockt es die Urlauber an der Mecklenburgischen Seenplatte tagsüber an die Seen. Baden und Kanu fahren im Sommer, Spaziergänge im Herbst und bei ausreichender Eisdicke Schlittschuh fahren im Winter. Doch auch wenn die Sonne untergegangen ist, sind durchaus noch einige Nachtschwärmer an den Seen anzutreffen.

In klaren Nächten ohne Wolken breitet sich der Sternenhimmel hoch über der Müritz und den vielen anderen Seen in Mecklenburg aus. Und in ganz besonderen Stunden erstrahlen gar unzählige Sternschnuppen am Firmament. Eine dieser Sternschnuppen-Nächte ist das Erscheinen der „Leoniden“ in der Nacht vom 17. auf den 18. November.

Die besten Aussichtspunkte der Ferienparks:

  • Im Ferienpark Müritz lassen sich Sterne besonders gut vom Badesteg am See und auf den Wiesen rund um den Ferienpark beobachten
  • Ganz in der Nähe vom Ferienpark Mirow befindet sich die Mirower Schlossinsel, auch Liebesinsel genannt. Ein romantischer Ort, um Sternschnuppen zu beobachten – und zugleich ein Ort mit optimalen Bedingungen, um Sterne zu erblicken.

Wie entstehen Sternschnuppen und die Leoniden?

Im November erscheinen jährlich die sogenannten „Leoniden“ am Himmelszelt. Diese sind für einen regelrechten Sternschnuppenregen verantwortlich – doch wie entsteht solch eine Abfolge von Hunderten an Sternschnuppen? Die Ursache des Schauspiels ist ein Komet mit dem Namen „Tempel-Tuttle“. Er durchfliegt unser Planetensystem und zieht einen Schweif aus Staub- und Gesteinspartikeln hinter sich her. Der Schweif dieses Kometen wird von den Astronomen als „Leoniden“ bezeichnet.

Jedes Jahr im November kreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne den Schweif des Kometen. Bei diesem Aufeinandertreffen verglühen Gesteinspartikel in der Erdatmosphäre – dieses Phänomen ist von der Erde aus beobachtbar und wird als „Sternschnuppe“ bezeichnet. Und rund alle 33 Jahre kommt der Komet der Sonne so nahe, dass sich weitere Bruchstücke lösen. In solch einem Jahr wie etwa 1966 wurden atemberaubende 150.000 Sternschnuppen pro Stunde gemessen!

Übrigens: Den Namen „Leoniden“ trägt der Schweif, da er aus dem Sternbild des Löwen (Leo) zu entströmen scheint. Tatsächlich gehört er aber eben zum Kometen „Tempel-Tuttle“.

Sternschnuppenregen zum Jahresende 2017

Sternschnuppen entstehen also, wenn die Erde in Ihrer Umlaufbahn den Schweif eines Kometen kreuzt. Die dabei mitgeführten Partikel verglühen in der Erdatmosphäre und blitzen am Nachthimmel auf. Übers Jahr verteilt begegnet die Erde immer wieder den gleichen Kometen, so dass man in vielen Monaten gezielt Sternschnuppen beobachten kann.

Im Oktober 2017 tauchten z.B. die „Orioniden“ am Himmel auf, im November sind es nun die Leoniden. Wenn das Wetter es zulässt, ist auch der Dezember ein besonders guter Monat, um Sternschnuppen zu sehen:

  • In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember sind die meisten Sternschnuppen der „Geminiden“ zu sehen.
  • Auf die Geminiden folgen die Ursiden. Am besten zu beobachten sind diese in der Nacht vom 23. Auf den 24. Dezember .

Für den Anfang des neuen Jahres können Sie sich zudem schon einmal die „Quadrantiden“ vormerken. Diese erscheinen von Ende Dezember bis in die zweite Januarwoche und sind besonders gut in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2018 zu erblicken.

 

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